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„Lebensrettende Systeme“ vielversprechend im Kampf gegen den plötzlichen Herztod 

46 internationale Expertinnen und Experten aus 12 Ländern, trafen sich am 2./3. Mai in Hinterzarten bei Freiburg, um wissenschaftliche Standards festzulegen. 

Auf Initiative des gemeinnützigen Vereins Region der Lebensretter sowie dem Deutschen Rat für Wiederbelebung e.V. (German Resuscitation Council, GRC) und der Universitätsmedizin Greifswald wurde am 2./3. Mai 2022 eine internationale Konsensuskonferenz in Hinterzarten bei Freiburg durchgeführt. 46 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 12 Nationen, die sich intensiv mit Ersthelfersystemen und AED-Netzwerken beschäftigen, nahmen an der Konferenz teil. Sie wurde in Kooperation mit der Deutschen Herzstiftung, der ADAC Stiftung sowie dem European Resuscitation Council (ERC), der europäischen Fachgesellschaft für die Wiederbelebung, veranstaltet. 

Die Forscher definierten Kriterien, die in zukünftigen Forschungsarbeiten zu Ersthelfersystemen als Standard berichtet werden sollen. Diese betreffen das jeweilige Ersthelferalarmierungssystem, die eingebundenen Ersthelfer mit ihrer Qualifikation und Ausstattung, die Technologie (vor allem Alarmierungs-App und Datenbank für öffentlich zugängliche Defibrillatoren), die Berichterstattung über die Prozesszeiten und medizinischen Ergebnisse sowie die Verwendung von Defibrillatoren durch die Ersthelfer.

Die Ergebnisse der Tagung sollen in den Publikationsorganen der beteiligten Fachgesellschaften veröffentlicht werden. Zusätzlich fand auch ein Austausch zu Themenfeldern statt, in denen weitere Forschungsarbeiten nötig sind. Damit sollen zukünftig auch mehr sogenannte Multicenter-Studien in diesem Forschungsgebiet stattfinden, in denen die Wissenschaftler aus mehreren Regionen und Ländern zusammenarbeiten. 

Die in der Region der Lebensretter ehrenamtlich helfenden Notärzte wurden während der Konsensuskonferenz zweimal zu Einsätzen in Hinterzarten alarmiert und trafen dabei auf einen weiteren engagierten Ersthelfer aus dem Ort: Nach nur 2 Minuten waren jeweils 4 Helfer und ein AED beim Patienten. Kein Glücksfall, sondern System: Im Landkreis Freiburg/ Breisgau-Hochschwarzwald sind mittlerweile über 1200 Ersthelfer bei Region der Lebensretter registriert. Diese schnelle Überbrückung der ersten Minuten nach einem Notfall bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes rettet Leben – daher sollen am 19. Mai alle Landkreise in Baden-Württemberg, die sich dem System bisher angeschlossen haben, zu einem landesweiten Alarmierungssystem zusammengeschaltet werden.